Verein
Studentenhütte
Fletschhorn
Die Fletschhornhütte
ein Ort, wo Du Dich wohlfühlst
Meldung 10-07-2020:
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Nachrichten vom 10. Juli 2020
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Geschichte

Die Studentenhütte oder Fletschhornhütte ist eine private Berghütte; sie liegt zwischen Saastal und Simplon, auf dem östlichen Ausläufer des Mattwaldhorns, auf 3041 M.ü.M. am Rand des Mattwaldgletschers, dessen höchster Punkt die Senggchuppa (3607 M.ü.M.) ist.
Wie’s dazu kam, dass hier eine Hütte steht …
Der Hausberg Fletschhorn, an einem Tag …? «S‘ Länghüs» oder eben das «Barralhaus», genannt nach dem Erbauer, Pierre Marie Barral, einem Geistlicher aus Savoyen, diente ab 1921 den Mitgliedern der Missionsgesellschaft Bethlehem Immensee, vor allem aber den Philosophie- und Theologiestudenten der der Missionsgesellschaft als Ferienort in den Sommermonaten. Verständlich, dass an einem solchen Ort Wandern und Bergsteigen mehr oder weniger die einzig möglichen Ferienaktivitäten waren.
Um den Hausberg, das Fletschhorn und das Erleben von Natur und Schöpfung, nicht nur der sportlichen Elite zu überlassen, plante man schon bald einmal auf halbem Weg ein Biwak zu errichten. So konnte man diese Tour auch jenen ermöglichen, die sich für eine Besteigung des Fletschhorns mehr Zeit nehmen wollten. Zudem argumentierten die Obern mit Überlegungen zur Sicherheit: „Solang es keinen Ort zum Übernachten gibt, darf das Fletschhorn nicht mehr gemacht werden" (Diarium 1934).
… ein Biwak auf 3041 m ü. M. ist die Lösung 1934 hat man begonnen, den Plan umzusetzen und baute einen einfachen Unterschlupf aus Steinen und Holz mit einem dürftigen Strohlager. Die Hüttenbücher reden in den ersten Anfängen vom «Felsennest».
Bereits 1938 kam man zum Entschluss, das sehr einfache und spartanische Felsennest, unmittelbar neben der ersten Hütte, mit einer etwas einladenderen Behausung zu ersetzen.
Nach einem Monat Bauzeit, - vom 2. Aug. bis 5. September -, konnten die Arbeiten soweit abgeschlossen werden, dass das neue Felsennest - immer noch sehr einfach - wieder benützt werden konnte.
Gewerkt und verbessert wurde in den folgenden Jahren allenthalben. Aber der Bau von 1938 scheint der zu sein, der immer noch anzutreffen ist und heute als Hauptraum genutzt wird. Während 63 Jahren sorgte jeweils der nachrückende, noch im Studium sich befindende Nachwuchs der Missionsgesellschaft für den Unterhalt.
Die 70-er Jahre... Dann aber ist in den 70-er Jahren die Quelle jener jungen, kräftigen Männer zunehmend versiegt. Zum einen sind sie nach abgeschlossenem Studium in alle Welt verreist: nach China, in die Mandschurei, in die Philippinen, nach Taiwan und Japan, nach Kolumbien, Peru, Bolivien und Ekuador, nach Simbabwe, Sambia, Tansania, Kenia und Mosambik, - Weltenbürger in jeder Beziehung, - zum andern blieb der Nachwuchs aus.
1996 entschied der Regionalrat der Missionsgesellschaft die Fletschhornhütte - und später auch das Barralhaus - zu veräussern.
Eine neue Trägerschaft,
-aber doch verbunden
Im Sommer desselben Jahres wurde unter der Initiativ von Thomas Oelhafen, zusammen mit Stefan und Andreas Suhner ein Trägerverein gegründet, mit dem Ziel, Unterhalt und Verwaltung der Hütte auch in Zukunft sicherzustellen. Der Regionalrat der Missionsgesellschaft hat am 30. Mai 1997 die Hütte als Geschenk zu „Eigentum, Verwaltung und Unterhalt“ an den neu gegründeten Verein Studentenhütte Fletschhorn Simplon abgetreten. Die Hütte wird seither von Freiwilligen des Vereins gewartet und verwaltet.
Dem heute rund 65 Mitglieder zählenden Verein gehören auch einige betagte, heute über 80 Jahre alte Mitglieder der Missionsgesellschaft an.
Die Namen der Hütte Im Verlaufe dieser Zeit hat man der Hütte verschiedene Namen gegeben. „Felsenäscht“, „Gletscherhittje“ und „Simelihitta“ waren lokale Namengebungen der Bevölkerung aus der Region. Bewohner der Simplon Südseite nannte die kleine Hütte verständlicherweise „Studentenhütte“, denn das Barralhaus mit seinen Studenten und Missionaren war ein gut bekannter und willkommener Partner in der Gemeinde Simplon-Dorf. Der Name ist bis heute gebräuchlich. Die Landeskarte der Schweiz benützte in älteren Karten die Bezeichnung „Bivouac des Pères de Béthléem“ und „Cabane des Pères au Simplon“.Heute hat sich auch bei der schweizerischen Landestopographie der Name „Fletschhornhütte“ durchgesetzt.